Scene of the Crime

So… heute. Frei. …klar, sonst hätte ich wohl kaum Zeit und Muße, am Rechner zu sitzen.

Bin heute morgen nicht so recht aus dem Bett gekommen, obwohl ich gestern recht zeitig drin war. Vorgestern jährte sich die erste Ausstrahlung der ersten Folge Akte X anno 1993 zum 20. mal, das habe ich zum Anlass genommen, selbst noch mal mit dem Piloten anzufangen. …gestern folgerichtig dann Deep Throat. Zwei Folgen, und ich bin schon wieder mitten drin in meiner Liebe für diese Show. <3

War ein bisschen wie nach Hause kommen, emotional. Zusammen mit diesem Gefühl, dass ich um die Jahreszeit (oder eher etwas später, der Herbst kommt irgendwie früh diesmal) immer wieder erlebe, als hätte ich mich im Laufe des Jahres von mir entfernt und würde plötzlich Dinge wiederfinden, die dazu gehören und so lange gefehlt haben… Klingt melancholisch, ist es auch, aber durchweg ein gutes Gefühl.

Anyway, ich schweif schon wieder ab. Jedenfalls war ich heute morgen zu lahmarschig, um rechtzeitig vor 12 zum Tierarzt zu kommen, dementsprechend muss ich jetzt warten, bis selbiger um 16:00 wieder aufmacht. War mir nicht so recht einig, was ich mit dem Tag anfangen soll, bin dann kurz mit der Töle raus und hab das neue Album von Placebo, Loud like love, vor meiner Tür gefunden – Amazon Vorbestellung ftw! ^^

Ich hatte ein bisschen Angst vor diesem Album. Nicht, wie sonst, weil Placebo mich üblicherweise in meine tiefsten emotionalen Abgründe stürzen, sondern… mh. Das letzte Album… war nicht schlecht, aber auch nicht… so… Placebo, wie ich sie kenne. Hatte das Gefühl, Brian Molko erholt sich von seiner Depression und dass das seiner kreativen Arbeit nicht eben gut tat. Ich hätte wissen müssen, dass man nicht so einfach eine ‚Krankheit‘ hinter sich lässt, nicht jemand, der so lange so akurat mein Innerstes wiedergespiegelt hat. Genau so wenig, wie ich jetzt ‚gesund‘ oder gar normal wäre… manche Dinge ändern sich nicht. Find ich gut, ich hasse Veränderung eh wie die Pest, selbst Veränderung zum besseren…

Das neue Album ist wieder… Placebo. Ist wieder genau so, wie mein aktueller Zustand, präzise und auf den Punkt das, was seit Monaten in meinem Kopf rumschwirrt. Es ist diese Wohnung, dieses Leben, das plötzlich den Raum hat, der mir so lange gefehlt hat, und jetzt so groß wirkt, dass ich keine Ahnung habe, wie ich es ausfüllen soll… so dass ich mich bei dem Versuch so weit zerstreue, dass ich mich nicht mehr wiedererkenne, wieder nicht spüre, diesmal in die andere Richtung. Es hat diese Momente der Seichtheit, die alles zersetzen, aber auch die Intensität, die Zweifel… alles da. Placebo eben.

…hab eben meine Briefwahlunterlagen fertig gemacht, werd mich jetzt gleich auf den Weg zur Post machen, Brief wegbringen und Geld aufs Konto schieben, so dass ich die Semestergebühr bezahlen kann und nicht versehentlich exmatrikuliert werde. >>‘

…und dann werde ich mal gucken, dass ich mir wieder einen (kleinen) MP3-Player zulege. Ich hör zu wenig Musik im Moment, glaub das ist Teil dessen, wieso ich das Gefühl habe, mich zu verlieren. Ich brauch das. …passenderweise ist das Album jetzt rum, ich mach mich dann also mal auf den Weg. Wollte nur… Status updaten und so. Und vermelden, hauptsächlich mir selbst, dass ich schon noch hier bin, hier irgendwo. Scene of the crime.

Gemengtes

…wie der Niederländer sagt. Kurz und knapp (soweit ich das kann. Seht ihr, es geht schon los… >>‘)

# Die Töle ist krank. Immer noch. Erkältet oder so, schnieft rum, rotzt mir auf die (am liebsten nackten) Füße und röchelt manchmal so komisch. :/ Antibiose hatte er schon, langsam bin ich am Ende meiner Weisheit. Armes Viech. Und ziemlich nervig, nebenbei bemerkt.

# Mutter ist im Krankenhaus. Musste Freitag überraschend rein wegen ‚was am Herzen‘, stellte sich als extrem hoher Blutdruck raus. Wurde dann wieder entlassen und ist jetzt zwecks Untersuchungen da, bisher alles positiv verlaufen –> Ergebnisse negativ, ihr geht’s soweit gut, morgen wird sie vermutlich entlassen. War sie eben mit Oma besuchen.

# Ich bin krank – ja, nee, wußten wir schon. Aber so richtig jetzt, mit Fieber, Schwindel, Glieder- und Kopfschmerzen, Übelkeit, Wahrnehmungsstörungen, Kreislauf-im-Keller (was nix heißen muss, der wohnt da) und dem vollen Programm. Fing Montag Abend an, Dienstag morgen Arzt, Dienstag Abend Krankenhaus, da wollten sie mich auch gleich einbehalten oO was leider *hust* nicht möglich war, wegen Mutter @KH und Hund allein und so. Bin dann gegen ärztlichen Rat wieder entfleucht und fühle mich, dank exzessiver Bett(bzw Sofa)ruhe und Antibiotikum wieder etwas weniger verwesend als gestern noch. Gut ist anders und Hunger hab ich absolut keinen, aber immerhin den Vorteil, dass ich meine komischen Gedanken aufs Fieber schieben kann. Und, ey, ich hab Fieber! Das hab ich sonst quasi nie! Hab schon gedacht, mein Fieberthermometer sei kaputt, aber die im KH haben gleich zwei mal gemessen und sind zum gleichen Ergebnis gekommen. Faszinierend!

# Ach so – Verdacht bzgl Krankheit erstreckt sich neben ‚gehtgradrum‘ und Nierenbeckenbodenentzündung (?! Keinen Schimmer, sagte der KH-Arzt) auch auf Borreliose, wegen Zeckenbiss letztens. Ergebnis der Blutuntersuchung krieg ich frühestens morgen, ihr dürft also gern Daumen drücken.

# Völlig OT: Hab letztens ein Auto gesehen mit der Aufschrift ‚Umweltfreundlich dank Thermonuklearantrieb‘ auf dem Heck. Aufgrund arroganten Fahrers davon abgesehen, ein Beweisphoto zu schießen, sehr cool fand ich’s trotzdem. Von wegen Fieber und thermonuklear… ihr versteht. Nicht? Nevermind.

# Dopa, die Terrormaus, ist gestern ausgebrochen. Keine Ahnung wie, aber sie war im Wohnzimmer unterwegs. oO Unterm Podest. Hab sie mittels Herr-der-Ringe-DVD-Hülle wieder einfangen und zurück ins Terrarium befördern können. Keine Ahnung, wie sie da raus gekommen ist und ob sie die Türen irgendwie aufgeschoben hat. Hab die jetzt jedenfalls erst mal mit Tesafilm festgeklebt. Die Türen, nicht die Maus.

# Ich hab von Ents geträumt, von komischen Emos, die ich doppelt sah und die mich umbringen wollten, von rituellem Kindesmissbrauch und von Büroklammern im Abfluss. Fieber, ich sag’s ja.

# Placebo sind im November in Köln. Ich hab kein Geld, same old, same old. Nur der Vollständigkeit halber.

# Samstag ist Geschichtenlesungsabend in Düsseldorf und ich hoffe, bis dahin wieder fit zu sein. Würde die Leute da gerne mal wiedersehen, auch wenn es vermutlich eher ein kleinerer Kreis wird. Need menschlichen Input – ähm… wait, das kam jetzt etwas falsch raus. >>‘

# Eigentlich möchte ich diesen Sommer auf ein paar von diesen lustigen Kongressen. Uneigentlich habe ich kein Geld dafür. Noch uneigentlicher könnte man da auch Vorträge einreichen. Man sagte mir, ich könnte das. Bin mir noch nicht sicher. Würde schon gerne, hab aber Angst, in meiner Hauptdisziplin ‚kompetentes Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit‘ enttarnt zu werden. Außerdem wissen gefühlt eh alle anderen mehr und fundierter als ich, abgesehen davon, dass ich keine Ahnung habe, ob sich Nerds/Hacker und/oder Piraten für meinen profane Meinung (im wesentlichen: Rausch und das Bedürfnis danach sind belegbar ein festes Element unserer Kultur, mit dem man eventuell besser umgehen könnte, wenn man es etwas weniger destruktiv –> prohibitiv damit umgehen würde) interessieren.

# Bla. Vor allen Dingen Bla.

weightless…

Heute ist es wieder schlimm. Permanent dieses desolate, kalte Gefühl. Traurigkeit, Melancholie, wie auch immer. Nur ist im Moment nichts schönes daran, es tut nur weh.

Geh mir selbst auf die Nerven damit, aber ich weiß nicht, wie ich es ändern oder das weg kriegen soll. Solange ich beschäftigt und abgelenkt bin ist alles mehr oder weniger okay, aber sobald das weg fällt ist da nur wieder dieses fette schwarze Loch in mir. Fühlt sich an als würde ich von außen in (m)ein Leben gucken und nichts mehr dabei fühlen. Abgestorben. Leer.

Es frisst mich auf, und ich kann nichts dagegen tun.

Könnte jetzt die tausend Kleinigkeiten aufdröseln, die dafür verantwortlich sein könnten, dass ich mich so fühle… nur sind sie es nicht. Es ist einfach dieses Loch, das ich nicht füllen kann. Weiß nicht mal ansatzweise, womit. Und immer immer wieder rutsche ich ab und falle hinein…

I’m careful not to fall
I have to climb your wall
‚Cause you’re the one
Who makes me feel much taller than you are
I’m just a peeping tom
On my own for far too long
Problems with the booze
Nothing left to lose

I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared

The face that fills the hole
That stole my broken soul
The one that makes me seem to feel much taller than you are
I’m just a peeping tom
On my own for far too long
Troubles with the gear
Nothing left to fear

I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared
I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared

With every bet I lost
And every trick I tossed
You’re still the one who makes me feel much taller than you are
I’m just a peeping tom
On my own for far too long
Problems with the booze
Nothing left to lose

I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared
I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared
I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared
I’m scared
I’m scared
I’m scared
I’m scared.