Künstl(er)i(s)her Hirntod

Weg vom reinen Konsumieren hin zum selbst machen.

Kann nicht gut tippen gerade, meine Finger tun weh. Genauer gesagt die Fingerkuppen des linken Zeige-, Mittel- und Ringfinger – genau, ich hab gestern Abend die Gitarre rausgeholt und bisschen Akkorde geübt. ‚Bisschen‘ being the operative word, E- und A-Dur nur.

Heute nochmal das gleiche von vorn, außerdem hab ich wieder rausgefiselt, was ich früher schon mal konnte – Alle meine Entchen und Bruder Jakob kann ich jetzt also auch wieder.

Nachdem die Finger dann schon mal weh taten und ich etwas frustriert war ob des doch recht poppeligen Ergebnisses (jaja, ich weiß – Zeit, Übung, Geduld, blablabla…) hab ich mich spontan noch ans Klavier gesetzt, das kann ich zumindest etwas besser. Again, ‚etwas‘ being the operative word. Rains of Castamere und Scarborough fair klappen einigermaßen, zumindest gut genug, um damit bisschen zu üben. Außerdem Fingerübungen, glaub die brauch ich eigentlich am dringensten und schaden vermutlich auch für die Gitarre nicht wirklich, auch wenn die Fingerhaltung eine etwas andere ist.

Jetzt setz ich mich noch etwas an dieses epische Sudoku-Brettspiel, welches mein Vater mir letztens mitgebracht hat… und dann les ich noch n bisschen Joyce.

Bela möchte auch noch gerne eine Runde raus. Für einen Mimimi-Tag ist das gar kein so wahnsinnig schlechtes Resume, glaub ich…

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Ein Klavier, ein Klavier!

…steht jetzt in meinem Wohnzimmer. Mein Klavier.

Eine kurze Chronologie. Es begab sich, als klein Psi etwa 3 Jahre alt war, dass ihre Eltern sie gutgläubigerweise in die örtliche Musikschule zur Musikfrüherziehung schickten. ‚Mal gucken, ob sie Spaß dran hat, Frühförderung, bla.‘. Dort lernte Psi – also, ich jetzt, der Einfachheit halber, professionell das Glockenspiel zu malträtieren, rhythmisch Bälle auf den Boden zu drippeln und – wozu auch immer – eine Sense zu schwingen, daran erinnere ich mich noch. Am Ende der Musikfrüherziehung – ich war etwa 5 und die Neunziger hatten gerade begonnen – kam dann die obligatorische Frage, ob ich denn weiter dabei bleiben und ein Instrument erlernen wollte. …und weil meine Eltern so doof waren, mir kurz vorher eine Kassette (wie ne MP3, nur bisschen größer. ?) mit dem Leben des großen Ludwig van in Hörspielform zu schenken, entschied ich mich schicksalhafterweise für’s Piano.

Weil man ja nie so genau weiß, wie lange Kinder sich für dergleichen begeistern lassen, leasten meine Eltern zuerst ein E-Piano. Nach einem Jahr war dann klar, dass ich dabei bleiben würde (auch wenn mein erster Klavierlehrer ein widerliches Arschloch und etwas ungesund auf kleine Kinder fixiert war >>‘ aber das ist eine andere Geschichte) und aus den Leasingraten für das Übergangs- wurde die Anzahlung für ein echtes Klavier.

Es folgten einige Wechsel von Klavierlehrer und Behausung, Klavier zog immer mit um… bis ich irgendwann mit ca 14 aus diversen Gründen keine Nerven mehr hatte, den Klavierunterricht fortzusetzen. Das Mietshaus und die mithörenden Mitbewohner spielten eine Rolle, mein komischer Geisteszustand sicher auch… jedenfalls hab ich das Spielen aufgegeben und beim nächsten Umzug meiner Mutter, als ich eh schon semi-ausgezogen war, kam das Klavier nicht mehr mit sondern erst mal zu meiner Oma, die es fortan als Raumteiler nutzte. Das war 2008.

…und jetzt… ist meine Oma nach ihrer Enzephalitis aus dem Krankenhaus entlassen, zieht nächste Woche in eine (zweckmäßigerweise optional an ein Altersheim angeschlossene) Wohnung mit Aufzug… und das Klavier ist wieder bei mir.

Steht jetzt im Wohnzimmer, neben der Gitarre. Wenn ich nur halb so musikalisch wäre, wie es hier aussieht… wär das ziemlich cool. xD

Immerhin habe ich es gerade doch noch hinbekommen, mittels alter Noten und etwas Zeit, ‚Scarborough Fair‘ zweihändig (!) und nur ein bisschen stockend zu spielen bzw mir überhaupt erst mal neu beizubringen. Und es macht Spaß. <3 Hach. Ähm, ja.

…wollte ich euch nur kurz berichten. ;)