My sh*t’s f*cked up

Überlege gerade spontan, was es mit den Sinnkrisen auf sich hat… hab ich die immer, oder schreibe ich nur immer davon? Kommt es mir vor als wäre das Dauerzustand, weil ich außerhalb besagter Krisen kaum Motivation habe, zu schreiben? Ist das irgendwie symptomatisch oder bezeichnend…? Man weiß es nicht.

Hab spontan einen Rewatch der 5. Staffel GoT angefangen, bevor in… ein paar Stunden die letzte Folge läuft. Rewatch tatsächlich insofern, als dass ich die Folgen dieser Staffel bisher jeweils nur ein mal gesehen habe, und das teilweise nicht mal mit 100%iger Aufmerksamkeit. …sagt was, ich bin normalerweise etwas penibler was meine Besessenheiten betrifft. Game of Thrones… hat sich von einem schwierigen zu dem schwierigsten Favoriten entwickelt, speziell im Laufe dieser und der vorherigen Staffel.

Ursprünglich eingestiegen bin ich über die Show – das war… letztes Jahr, hab in ein paar Tagen Staffel 1 und 2 auf DVD gebinged, paar Tage später erschien die 3. auf DVD. Einen Blick in den Fandom habe ich (außerhalb von Tumblr) nur sehr kurz gewagt, Fandom ist einfach nicht (mehr?) meins, ich bin für die Story dabei, nicht für die verkappte soziale Dynamik. Außerdem hab ich ja meinen Mikro-Fandom @condi. ;) Staffel 5 ist jetzt die erste Staffel, während der ich tatsächlich weiter in den Büchern bin als die Show, bei Staffel 4 war ich gespoilert, aber immer noch recht knapp davor.

Schon das Source Material ist problematisch, gebe ich sofort zu, damit habe ich aber so erst mal noch kein Problem – die Bücher sind in sich schlüssig, imho genial geschrieben, ich liebe die Welt und die Geschichte und die Charaktere und im Grunde könnte alles okay sein, wenn D&D nicht immer mehr von der Vorlage abgewichen wären – was an sich immer noch in Ordnung wäre, wenn es nicht eindeutig zu lasten der Charaktere, der Komplexität und schlicht der Glaubwürdigkeit der Story gegangen wäre. Ist es aber – für Leute die das nicht sehen verweise ich als Lannister-Fan einfach mal auf die Entgleisung die da 4×03 Breaker of Chains heißt.

Ich ärgere mich selbst darüber, aber ich kann die Show nicht mehr so genießen, wie ich es in den ersten drei Staffeln konnte – und das liegt nicht nur daran, dass ich permanent abgleiche, was wie in den Büchern so oder so oder nicht passiert ist, sondern imho wirklich auch daran, dass so viel Seitenkram unnötig aufgeblasen wurde (Missandei & GreyWorm, like… srsly? Missandei ist 10. >>‘ Wobei sie das bei Tommen ja auch nicht abgehalten hat… meine hochgeschätzte weil lannister-lastige khu-khu-khu-Szene leider auch nicht ausgenommen.) so dass viele der großen Aha-Momente… nur als Gemetzel und schockierend in Erinnerung bleiben, emotional aber recht wenig hinterlassen, weil einfach nicht entsprechend darauf hingearbeitet wurde.

Nettes Beispiel zB die Szene mit Dany und Drogon in den Daznak’s Pit – nein, es geht nicht darum, dass sich der Held in letzter Minute aus einer brenzligen Situation rettet und den coolst-möglichen Abgang auf einem Drachen hinlegt. Das ist filmisch sicher nett zu sehen, aber nicht der Punkt. :/

Nein, es gibt keine Konklusion und ich wollte mit diesem Nerd-Rant auch nicht irgendwo speziell hin… insofern erweist sich der Blog-Titel tatsächlich mal als relativ passend. Mir war lediglich danach, meine Frust mal zu verbalisieren… davon ab, dass mir sehr schlecht wird, wenn Menschen in meinem engeren Umkreis sagen, Cersei hätte verdient, was auf sie zukommt. Bei so viel internalisierter Mysogynie hab ich dann, in Anbetracht meines latent breiten Zustandes, auch einfach mal den Mund gehalten. Was willste dazu auch groß sagen?

Heißt eh nur wieder, ich wäre ‚biased‘ aufgrund meiner persönlichen, sehr speziellen Verbindung zu aSoIaF. Machste nix dran. Valar Morghulis…