no shortage off sordid, no protest from me

Nicht unbedingt der richtige Jahreszeit für einen Jahresrückblick, aber mir ist gerade so danach.

 

Kennt ihr das Gefühl, wenn man wach wird und erst nach und nach realisiert, wo man ist und wie lange man geschlafen hat…? Ja. Ich hab echt… übersehen, wie viel ich nicht mehr gesehen hab.

Witzigerweise sind es nicht jetzt gerade die Drogen, die machen, dass mir das auffällt – nur, dass ich mich dran setze es zu sortieren, zu artikulieren, zu _realisieren_. Den Anstoß hat vor ein paar Wochen diese grandiose Musik gegeben, Hozier… die Texte. Gesamtkunstwerk. Hat irgendwas in mir… geweckt, was vermutlich erst jetzt erreichbar für so einen Weckruf war, keine Ahnung. Seit dem laufe ich mit anderem Blick durch die Welt, und immer wieder tauchen Fragmente auf von denen ich nichts wußte… und mich jetzt frage, wie das ging.

Ich weiß nicht, wie lange es schon wieder in die Richtung fließt. Vielleicht ist das nicht definierbar, vielleicht ist es – sehr wahrscheinlich ist es nicht so simpel, wie es sich mir jetzt darlegt.

Ich hab mich zurückgezogen – keine Ahnung, ob das spürbar war… ich schätze schon. Selbst wenn ich präsent war, war da nicht viel. Nicht, dass ich davon zu dem Zeitpunkt etwas gewußt hätte… wenn überhaupt hab ich gedacht, das wäre alles, was übrig ist. ?

Ich war stabiler. Jetzt tut es wieder weh – es fehlt wieder was, einiges. Das ist nicht einfacher oder angenehmer, aber scheint mir richtig.

Jetzt nur noch danach handeln…

 

(ich weiß nicht mehr, wie man hier einen youtube-link einfügt. oO Ahem.) https://www.youtube.com/watch?v=EgaXPCM1ufs

 

 

 

 

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Scene of the Crime

So… heute. Frei. …klar, sonst hätte ich wohl kaum Zeit und Muße, am Rechner zu sitzen.

Bin heute morgen nicht so recht aus dem Bett gekommen, obwohl ich gestern recht zeitig drin war. Vorgestern jährte sich die erste Ausstrahlung der ersten Folge Akte X anno 1993 zum 20. mal, das habe ich zum Anlass genommen, selbst noch mal mit dem Piloten anzufangen. …gestern folgerichtig dann Deep Throat. Zwei Folgen, und ich bin schon wieder mitten drin in meiner Liebe für diese Show. <3

War ein bisschen wie nach Hause kommen, emotional. Zusammen mit diesem Gefühl, dass ich um die Jahreszeit (oder eher etwas später, der Herbst kommt irgendwie früh diesmal) immer wieder erlebe, als hätte ich mich im Laufe des Jahres von mir entfernt und würde plötzlich Dinge wiederfinden, die dazu gehören und so lange gefehlt haben… Klingt melancholisch, ist es auch, aber durchweg ein gutes Gefühl.

Anyway, ich schweif schon wieder ab. Jedenfalls war ich heute morgen zu lahmarschig, um rechtzeitig vor 12 zum Tierarzt zu kommen, dementsprechend muss ich jetzt warten, bis selbiger um 16:00 wieder aufmacht. War mir nicht so recht einig, was ich mit dem Tag anfangen soll, bin dann kurz mit der Töle raus und hab das neue Album von Placebo, Loud like love, vor meiner Tür gefunden – Amazon Vorbestellung ftw! ^^

Ich hatte ein bisschen Angst vor diesem Album. Nicht, wie sonst, weil Placebo mich üblicherweise in meine tiefsten emotionalen Abgründe stürzen, sondern… mh. Das letzte Album… war nicht schlecht, aber auch nicht… so… Placebo, wie ich sie kenne. Hatte das Gefühl, Brian Molko erholt sich von seiner Depression und dass das seiner kreativen Arbeit nicht eben gut tat. Ich hätte wissen müssen, dass man nicht so einfach eine ‚Krankheit‘ hinter sich lässt, nicht jemand, der so lange so akurat mein Innerstes wiedergespiegelt hat. Genau so wenig, wie ich jetzt ‚gesund‘ oder gar normal wäre… manche Dinge ändern sich nicht. Find ich gut, ich hasse Veränderung eh wie die Pest, selbst Veränderung zum besseren…

Das neue Album ist wieder… Placebo. Ist wieder genau so, wie mein aktueller Zustand, präzise und auf den Punkt das, was seit Monaten in meinem Kopf rumschwirrt. Es ist diese Wohnung, dieses Leben, das plötzlich den Raum hat, der mir so lange gefehlt hat, und jetzt so groß wirkt, dass ich keine Ahnung habe, wie ich es ausfüllen soll… so dass ich mich bei dem Versuch so weit zerstreue, dass ich mich nicht mehr wiedererkenne, wieder nicht spüre, diesmal in die andere Richtung. Es hat diese Momente der Seichtheit, die alles zersetzen, aber auch die Intensität, die Zweifel… alles da. Placebo eben.

…hab eben meine Briefwahlunterlagen fertig gemacht, werd mich jetzt gleich auf den Weg zur Post machen, Brief wegbringen und Geld aufs Konto schieben, so dass ich die Semestergebühr bezahlen kann und nicht versehentlich exmatrikuliert werde. >>‘

…und dann werde ich mal gucken, dass ich mir wieder einen (kleinen) MP3-Player zulege. Ich hör zu wenig Musik im Moment, glaub das ist Teil dessen, wieso ich das Gefühl habe, mich zu verlieren. Ich brauch das. …passenderweise ist das Album jetzt rum, ich mach mich dann also mal auf den Weg. Wollte nur… Status updaten und so. Und vermelden, hauptsächlich mir selbst, dass ich schon noch hier bin, hier irgendwo. Scene of the crime.

Ein Klavier, ein Klavier!

…steht jetzt in meinem Wohnzimmer. Mein Klavier.

Eine kurze Chronologie. Es begab sich, als klein Psi etwa 3 Jahre alt war, dass ihre Eltern sie gutgläubigerweise in die örtliche Musikschule zur Musikfrüherziehung schickten. ‚Mal gucken, ob sie Spaß dran hat, Frühförderung, bla.‘. Dort lernte Psi – also, ich jetzt, der Einfachheit halber, professionell das Glockenspiel zu malträtieren, rhythmisch Bälle auf den Boden zu drippeln und – wozu auch immer – eine Sense zu schwingen, daran erinnere ich mich noch. Am Ende der Musikfrüherziehung – ich war etwa 5 und die Neunziger hatten gerade begonnen – kam dann die obligatorische Frage, ob ich denn weiter dabei bleiben und ein Instrument erlernen wollte. …und weil meine Eltern so doof waren, mir kurz vorher eine Kassette (wie ne MP3, nur bisschen größer. ?) mit dem Leben des großen Ludwig van in Hörspielform zu schenken, entschied ich mich schicksalhafterweise für’s Piano.

Weil man ja nie so genau weiß, wie lange Kinder sich für dergleichen begeistern lassen, leasten meine Eltern zuerst ein E-Piano. Nach einem Jahr war dann klar, dass ich dabei bleiben würde (auch wenn mein erster Klavierlehrer ein widerliches Arschloch und etwas ungesund auf kleine Kinder fixiert war >>‘ aber das ist eine andere Geschichte) und aus den Leasingraten für das Übergangs- wurde die Anzahlung für ein echtes Klavier.

Es folgten einige Wechsel von Klavierlehrer und Behausung, Klavier zog immer mit um… bis ich irgendwann mit ca 14 aus diversen Gründen keine Nerven mehr hatte, den Klavierunterricht fortzusetzen. Das Mietshaus und die mithörenden Mitbewohner spielten eine Rolle, mein komischer Geisteszustand sicher auch… jedenfalls hab ich das Spielen aufgegeben und beim nächsten Umzug meiner Mutter, als ich eh schon semi-ausgezogen war, kam das Klavier nicht mehr mit sondern erst mal zu meiner Oma, die es fortan als Raumteiler nutzte. Das war 2008.

…und jetzt… ist meine Oma nach ihrer Enzephalitis aus dem Krankenhaus entlassen, zieht nächste Woche in eine (zweckmäßigerweise optional an ein Altersheim angeschlossene) Wohnung mit Aufzug… und das Klavier ist wieder bei mir.

Steht jetzt im Wohnzimmer, neben der Gitarre. Wenn ich nur halb so musikalisch wäre, wie es hier aussieht… wär das ziemlich cool. xD

Immerhin habe ich es gerade doch noch hinbekommen, mittels alter Noten und etwas Zeit, ‚Scarborough Fair‘ zweihändig (!) und nur ein bisschen stockend zu spielen bzw mir überhaupt erst mal neu beizubringen. Und es macht Spaß. <3 Hach. Ähm, ja.

…wollte ich euch nur kurz berichten. ;)

 

Only one way to soothe my soul…

Holy fuck.

Grandios. Einfach nur grandios.

Ich mein… klar, es sind Depeche Mode. Ich hätte trotzdem nicht erwartet, dass es so genial wird. *______*

Wir waren relativ spät, meine Stimmung auch erst mal recht verhalten. Müde von Arbeit und blubb… Plätze waren gut, aber ich wollte eigentlich stehen und tanzen. Naja, spätestens beim 3. Song _bin_ ich dann aufgestanden, beim 4. übermannte mich ein spontaner Heulflash (und zwar nicht so’n bisschen… so richtig. oO Gut, die Videountermalung tat vermutlich ihr übriges…) und von da an war’s eigentlich rum bei mir.

Setlist:

Welcome to My World
Angel
Walking in My Shoes
Precious
Behind the Wheel
World in My Eyes
Should Be Higher
John the Revelator
Only When I Lose Myself
Home
Heaven
Soothe My Soul
A Pain That I’m Used To (Remix)
Soft Touch/Raw Nerve
In Your Room
Enjoy the Silence
Personal Jesus
Goodbye

Somebody
Halo
Just Can’t Get Enough
I Feel You
Never Let Me Down Again

seltsam verhielt sich wie üblich relativ regungslos, gab aber an, seine Stimmung habe sich auf einer Skala von 1-10 bei etwa acht oder neun, später bei 9 1/2 befunden. Das sagt imho einiges. …komisches Publikum bisweilen um uns herum, aber das hatte ich schnell ausgeblendet (und der Typ neben mir hat sogar seinen (leeren) Becher mit mir getauscht, weil ich den mit Band und nicht ’nur‘ mit dem Logo haben wollte ^^). Insgesamt hab ich so ziemlich das ganze Konzert durchgetanzt, was mir echt selten passiert, schon gar nicht auf Sitzplätzen.

Dave Gahan ist, Überraschung, eine unverschämt geile Sau, und der Herr Gore kann tatsächlich ziemlich gut singen.

 

Warnung: Fangirl-Bla.

Und zwischendurch hatte ich dieses Gefühl von… wie beschreibt man das, ohne total bescheuert zu klingen? Das manche Dinge die Welt zu einem besseren Ort machen. Von Verständnis, auf einer tieferen Ebene, die vermutlich auch einigen abgeht, aber das ist in dem Moment egal. Rah. Never thought you’d fuck with my brain…
/Fangirl-Bla

Absolut episches Erlebnis. Danke nochmal an Kym, dass du das möglich gemacht hast. <3 Und an deine Eltern, und… überhaupt. Mwah. :icon_cuinlove:

…ich fürchte, ich werde nochmal auf ein Hallenkonzert müssen, und dann nach vorne. Eventuell schließ ich mich doch noch mal irgendwann Condi an. Ich weiß jetzt zumindest, dass es sich lohnt… *untertreib*

weightless…

Heute ist es wieder schlimm. Permanent dieses desolate, kalte Gefühl. Traurigkeit, Melancholie, wie auch immer. Nur ist im Moment nichts schönes daran, es tut nur weh.

Geh mir selbst auf die Nerven damit, aber ich weiß nicht, wie ich es ändern oder das weg kriegen soll. Solange ich beschäftigt und abgelenkt bin ist alles mehr oder weniger okay, aber sobald das weg fällt ist da nur wieder dieses fette schwarze Loch in mir. Fühlt sich an als würde ich von außen in (m)ein Leben gucken und nichts mehr dabei fühlen. Abgestorben. Leer.

Es frisst mich auf, und ich kann nichts dagegen tun.

Könnte jetzt die tausend Kleinigkeiten aufdröseln, die dafür verantwortlich sein könnten, dass ich mich so fühle… nur sind sie es nicht. Es ist einfach dieses Loch, das ich nicht füllen kann. Weiß nicht mal ansatzweise, womit. Und immer immer wieder rutsche ich ab und falle hinein…

I’m careful not to fall
I have to climb your wall
‚Cause you’re the one
Who makes me feel much taller than you are
I’m just a peeping tom
On my own for far too long
Problems with the booze
Nothing left to lose

I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared

The face that fills the hole
That stole my broken soul
The one that makes me seem to feel much taller than you are
I’m just a peeping tom
On my own for far too long
Troubles with the gear
Nothing left to fear

I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared
I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared

With every bet I lost
And every trick I tossed
You’re still the one who makes me feel much taller than you are
I’m just a peeping tom
On my own for far too long
Problems with the booze
Nothing left to lose

I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared
I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared
I’m weightless… I’m bare
I’m faithless… I’m scared
I’m scared
I’m scared
I’m scared
I’m scared.