Selfies killed Rock ’n Roll

…sagt zumindest Hozier.

Ich bin mir allerdings recht sicher, dass er offen wäre für die Argumentation, dass Selfies durchaus hilfreich sein können für Menschen, die zu Dissoziationen und Derealisation neigen. …oder einfach nur das Gefühl haben, nicht richtig am Leben zu sein. Bilder vom Tag zu sehen kann helfen, das zu festigen.

So ähnlich funktioniert bloggen für mich, ganz davon abgesehen, dass es mich zwingt, Dinge zu sortieren – was ich gern tue, aber nicht besonders gut kann. Wie auch immer, es ist der Gedanke der zählt und so weiter.

Heute war ein relativ unspektakulärer und relativ typischer Tag, einer, wie die Tage im Moment eben so sind. Erwartungskonform.

Scheiße geschlafen bzw erst um 5 wirklich ernsthaft das wach sein rumliegen aufgegeben. Um 9 kam dann SMS von meiner Mutter mit dem vielsagenden Inhalt ‚wir kommen‘. Viel geschlafen hab ich dementsprechend nicht… hab sie dann zum Arzt begleitet bzw bin mitgefahren, damit ich meiner Oma die Tabletten fertig machen konnte… steht hier noch nicht, Oma wird langsam vermutlich etwas dement und kommt halt u.a. mit dem organisieren ihrer Meds nicht mehr hinterher, wir haben also so Wochen-Boxen gekauft und ich mach ihr die immer drei Wochen im Voraus fertig.

Aufgrund des Wetters und Gittes aktueller OP-Narbe (sie ist letzte Woche kastriert worden) brauchen die Hunde auch ständig einen Sitter im Moment, damit war ich dann noch eine Weile beschäftigt. Hab bei meiner Mutter gegessen – Risotto mit Radieschen, Möhren und Rucola -, mich nach Hause fahren lassen und dann Kopfschmerz- und PMS-bedingt bis 6 geschlafen. Danach ist der Tag dann wenigstens so richtig im Arsch… >>‘

Highlight war eben ein Telefonat mit dem Drachen. Einfach mal Kapitalismus, Börse und bedingungsloses Grundeinkommen kritisch beleuchten, ohne die übliche Panik, permanent falsch verstanden zu werden.

Das ist, was von gestern primär geblieben ist – das Gefühl, dass ich dringen wieder mehr Kontakt zu diversen Freunden halten muss. Gibt Leute, die machen, dass ich mich lebendig und richtig und verstanden fühle, mich dabei aber permanent fordern und hinterfragen und weiterbringen – das sind die Leute, an die man sich halten sollte. Eins. Ich.

Man merkt, ich bin nüchtern heute – hört sich alles nur an wie blablabla.

Eventuell sollte ich das mal ändern. Also… sowohl als auch. ^^

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My sh*t’s f*cked up

Überlege gerade spontan, was es mit den Sinnkrisen auf sich hat… hab ich die immer, oder schreibe ich nur immer davon? Kommt es mir vor als wäre das Dauerzustand, weil ich außerhalb besagter Krisen kaum Motivation habe, zu schreiben? Ist das irgendwie symptomatisch oder bezeichnend…? Man weiß es nicht.

Hab spontan einen Rewatch der 5. Staffel GoT angefangen, bevor in… ein paar Stunden die letzte Folge läuft. Rewatch tatsächlich insofern, als dass ich die Folgen dieser Staffel bisher jeweils nur ein mal gesehen habe, und das teilweise nicht mal mit 100%iger Aufmerksamkeit. …sagt was, ich bin normalerweise etwas penibler was meine Besessenheiten betrifft. Game of Thrones… hat sich von einem schwierigen zu dem schwierigsten Favoriten entwickelt, speziell im Laufe dieser und der vorherigen Staffel.

Ursprünglich eingestiegen bin ich über die Show – das war… letztes Jahr, hab in ein paar Tagen Staffel 1 und 2 auf DVD gebinged, paar Tage später erschien die 3. auf DVD. Einen Blick in den Fandom habe ich (außerhalb von Tumblr) nur sehr kurz gewagt, Fandom ist einfach nicht (mehr?) meins, ich bin für die Story dabei, nicht für die verkappte soziale Dynamik. Außerdem hab ich ja meinen Mikro-Fandom @condi. ;) Staffel 5 ist jetzt die erste Staffel, während der ich tatsächlich weiter in den Büchern bin als die Show, bei Staffel 4 war ich gespoilert, aber immer noch recht knapp davor.

Schon das Source Material ist problematisch, gebe ich sofort zu, damit habe ich aber so erst mal noch kein Problem – die Bücher sind in sich schlüssig, imho genial geschrieben, ich liebe die Welt und die Geschichte und die Charaktere und im Grunde könnte alles okay sein, wenn D&D nicht immer mehr von der Vorlage abgewichen wären – was an sich immer noch in Ordnung wäre, wenn es nicht eindeutig zu lasten der Charaktere, der Komplexität und schlicht der Glaubwürdigkeit der Story gegangen wäre. Ist es aber – für Leute die das nicht sehen verweise ich als Lannister-Fan einfach mal auf die Entgleisung die da 4×03 Breaker of Chains heißt.

Ich ärgere mich selbst darüber, aber ich kann die Show nicht mehr so genießen, wie ich es in den ersten drei Staffeln konnte – und das liegt nicht nur daran, dass ich permanent abgleiche, was wie in den Büchern so oder so oder nicht passiert ist, sondern imho wirklich auch daran, dass so viel Seitenkram unnötig aufgeblasen wurde (Missandei & GreyWorm, like… srsly? Missandei ist 10. >>‘ Wobei sie das bei Tommen ja auch nicht abgehalten hat… meine hochgeschätzte weil lannister-lastige khu-khu-khu-Szene leider auch nicht ausgenommen.) so dass viele der großen Aha-Momente… nur als Gemetzel und schockierend in Erinnerung bleiben, emotional aber recht wenig hinterlassen, weil einfach nicht entsprechend darauf hingearbeitet wurde.

Nettes Beispiel zB die Szene mit Dany und Drogon in den Daznak’s Pit – nein, es geht nicht darum, dass sich der Held in letzter Minute aus einer brenzligen Situation rettet und den coolst-möglichen Abgang auf einem Drachen hinlegt. Das ist filmisch sicher nett zu sehen, aber nicht der Punkt. :/

Nein, es gibt keine Konklusion und ich wollte mit diesem Nerd-Rant auch nicht irgendwo speziell hin… insofern erweist sich der Blog-Titel tatsächlich mal als relativ passend. Mir war lediglich danach, meine Frust mal zu verbalisieren… davon ab, dass mir sehr schlecht wird, wenn Menschen in meinem engeren Umkreis sagen, Cersei hätte verdient, was auf sie zukommt. Bei so viel internalisierter Mysogynie hab ich dann, in Anbetracht meines latent breiten Zustandes, auch einfach mal den Mund gehalten. Was willste dazu auch groß sagen?

Heißt eh nur wieder, ich wäre ‚biased‘ aufgrund meiner persönlichen, sehr speziellen Verbindung zu aSoIaF. Machste nix dran. Valar Morghulis…

Aller Anfang ist meh.

Morgen, Blog. …wach seit 6 Uhr, weil ich nur exakt so lange schlafen kann, wie die Schmerzmittel/Muskelrelaxantia wirken. Dafür bin ich gestern Abend irgendwo mitten im Xfiles Staffel 8-rewatch weggepennt.

Heute ist Samstag und ich hab das dringende Bedürfnis, irgendwas konstruktives zu machen. …was blöd ist, weil ich nicht wirklich Pläne und/oder Möglichkeiten habe. Hund müsste bewegt werden, laufen kann ich auch einigermaßen… hab aber kein Auto, sollte auch eher nicht autofahren medsbedingt, das schränkt das Ganze etwas ein. Obst/Gemüse einkaufen müsste ich noch, Pfingstwochenende steht vor der Tür. Ich hab sowieso noch keine Ahnung, was ich kochen soll. Müsste ich vorher wissen. Ja, das Leben kann schon hart sein… >>‘

Das Bela-Tier liegt einen halben Meter entfernt auf dem Sofa, Kopf auf ihrem Kau-Tau und sieht sehr tiefenentspannt aus, immerhin. Irgendwann heute nachmittag muss ich wohl noch mit den Hunden (sprich: inkl. Gitte) raus, was prinzipiell Spaß macht, allerdings leider auch immer die Anwesenheit meiner Mutter involviert. Hab mit Thera gestern wieder ausführlich durchexerziert, dass ich mehr Distanz zu ihr brauche. Joa… stimmt wohl. Weiß nur nicht Recht, wie ich das faktisch durchgezogen kriege… und wenn ich jetzt länger darüber rede, werde ich wieder deprimiert und es ist noch nicht mal neun Uhr morgens, also lasse ich das evtl lieber. Verdrängen ftw!

Rein vom Wollen her… würde ich mich jetzt am liebsten in ein beliebiges, leider aber non-existentes Konto setzen und nach .nl fahren. Ans Meer. Und vielleicht Pilze besorgen. …Hund hätte definitiv auch Spaß am Strand. Hätte auch diverse Leute im Kopf, die sicher gern mitkommen würden. Leider haben betreffende auch nicht entsprechend Zeit/Geld/Auto.

Man möge mir einfach mal die Daumen drücken, dass ich Montag tatsächlich das Auto verkauft kriege. Dann habe ich zwar endgültig keins mehr, aber wenigstens ein bisschen Geld um die gröbste Durststrecke hier zu überbrücken, paar Schulden zu bezahlen und in das eine oder andere Seminar zum Hundetraining zu investieren, hauptsächlich zum Thema Nasenarbeit und Trickwork.

Muss doch irgendwann mal klappen… right?

Friss oder stirb

…so und nicht anders haben sich die letzten Wochen (Monate, Jahre?) für mich angefühlt. Beides ist keine Option, caught between a rock and a hard place.

Was ist so schwierig daran, seinen Weg zu finden? Ich weiß eigentlich ziemlich genau, was ich will. Hier rumvegetieren, den halben Tag verschlafen und bedröhnt auf dem Sofa liegen ist es nicht (mehr). Wahrscheinlich wäre sogar das legitim, aber das ist schlicht nicht mein Ziel.

Noch viel weniger will ich allerdings das, was ich im Moment mache – seit Jahren behaupte ich, zu studieren, tatsächlich bezahle ich aber nur noch Studiengebühr. Um den Vorstellungen meiner Eltern gerecht zu werden verbiege ich mich in alle möglichen und unmöglichen Richtungen, wissend, dass ich nie das sein werde, was sie wollten – erst recht nicht, solange ich nicht die bin, die ich sein will. Eigentlich alles ganz einfach.

…vermutlich wird das hier kein sonderlich lesenswerter Text, so völlig ohne Struktur. Ich hab lange keine lesenswerten Texte mehr geschrieben, überhaupt habe ich lange nichts mehr geschrieben, nichts mehr geplant, nichts mehr konstruktiv gedacht – Teil des Problems, möglicherweise Resultat des Problems.

Fressen habe ich probiert, es schmeckt mir nicht und es macht mich krank. Vielleicht habe ich einfach eine doofe, überempfindliche Verdauung, vielleicht ist es auch kein Zufall, dass ich seit 23 Jahren kein Fleisch mehr esse, vielleicht bin ich einfach kein Allesfresser. Ich vertrag den Dreck einfach nicht, und schon daran, dass ich immer noch den Impuls habe, mich so stark dafür zu entschuldigen, merkt man, dass ich schon viel zu viel davon gefressen habe.

Sterben… schien mir schon lange der einzige Ausweg. Aber auch das ist nicht meiner. Viel zu viele Gedanken um sie hier zu virtuellem Papier zu bringen, ich denke an Meck-Pomm, an Chris, an das jahrelange wegrennen vor mir selbst… es muss noch irgendwas dazwischen geben.

Beethoven. Muss es sein? Es muss sein. Es.Muss.Sein.

Gerade sehe ich den blöden Silberstreif endlich wieder. Ich hab alles, was ich brauche, um ihn zu erreichen – mehr werde ich nie haben, hoffentlich auch nicht weniger. Es muss sein. Es muss reichen.

Nicht fressen, nicht gefressen werden. Leben… und irgendwann sterben, ja.

Into the trees

Nicht viel zu erzählen im Moment. Bin immer noch krank, Erkältung samt Schüttelfrost und irren Kopfschmerzen, hurra.

Highlight des heutigen Tages war echt, dass ich das Mauserarium saubergemacht und ganz neu gestaltet habe. Dazu hab ich ein kleines Aquarium als Heuschuber eingebaut, und mittels Klebeband und stützenden Klorollen ein Baum(Karton)haus für die Mausens an die Rückwand gebastelt, dass sie auch bereits mit Begeisterung in Beschlag genommen haben. <3

Vor paar Tagen hab ich dann endlich nachgegeben und mir einen Staubsauger bestellt, heute Bescheid bekommen, dass er angekommen ist, dh ab morgen kann ich dann auch irgendwann den Fußboden wieder sichtbar zaubern, whoohoo!

Falls ich heute Nacht nicht an erkältungsbedingten Schleimklumpen ersticke  (jaja, too much information, I know. Aber es fühlt sich mindestens so fies an, wie es sich liest, sehe also nicht wirklich, wieso ich hier allein leiden soll. :p), muss ich morgen früh wieder zur Arg-beit. Freu mich aber eigentlich drauf, Dienstag sind neue Fische gekommen, das ist immer spannend, außerdem ist Vater nicht da, das macht es auch gleich deutlich stressfreier. Einziges Manko: Ich muss wieder ekelhaft früh aufstehen. >>‘ …bzw, damit das mit dem Aufstehen funktioniert, erst mal zeitnah ins Bett gehen. Jetzt dann, quasi.

Und so tu ich dann auch mal. Gute Nacht, Internet.

Death by Schwerlastregal.

Erst dachte ich, der Fuß würde langsam besser… dritter Tag zwangsweise ohne Krücken (jene welche ich nicht mehr benutzeen konnte/wollte, nachdem beide Hände latent weh taten und die rechte dauerhaft taub war, was sie btw immer noch ist), Schmerzen mit entsprechender Dosis Dro… Schmerzmittel annähernd erträglich – und dann ein mal, ein ver***** mal falsch aufgetreten… joa. Auä. >>‘ Es war so klar.

Erkältung wird auch eher schlimmer, heute Nacht hatte ich schon Zahnschmerzen (!) davon (fühlte sich zumindest so an. Kann kalte Luft durch gereizte empfindliche Nase einatmen zu Schmerzen in den Schneidezähnen führen? oO Besser nicht googlen, ist bestimmt eh wieder Aidskrebs.).

Langer Rede kurzer Sinn – ich bin mal wieder sterbenskrank. Um so tragischer, dass ich mein schnelles Ende derletzt beinahe auf viel trivialere Weise gefunden hätte – ihr ahnt es schon, ich hab mit dem Titel ja auch ein wenig gespoilert.

Latente Behinderung hin oder her, meine psychische Grundlabilitätverfassung lässt es leider nicht zu, einfach mal ein paar Tage nur im Bett zu verbringen. Stattdessen hab ich den letzten Samstag genutzt, mich von Mom zum hiesigen Baumarkt (Herr O*i) chauvieren zu lassen, um dort ein Schwerlastregal käuflich zu erwerben – mit dem Zweck, meine verbleibende Aqua- und Terrarienbestände da drin unterzubringen, nebenbei das Arbeits- und Problemzimmer noch etwas wohnlicher zu gestalten und eventuell die Hunde-Vermittlerin somit davon zu überzeugen, dass es sich bei mir um eine äußerst seriöse Tierhalterin handelt… aus der beinah eine äußerst tote Halterin geworden wäre, aber ich schweife schon wieder ab.

Möbel aufbauen kann ich ja bekanntlich – was ich noch besser kann ist allerdings, die (bei Ikea idr äußerst anschaulich gestalteten) Warnhinweise bzgl der zwingend nötigen Wandmontage ignorieren.

Und so kam es, dass das Regal stand (splirrige Angelegenheit übrigens, für den stolzen Preis und die protzigen Bezeichnung). Mit zunehmender Zuversicht haben wir dann das Mauseterrarium, ein paar leere Faunaboxen und das 60x30x30-Aquarium mit dem Channa gachua Blue Bengalen-Pärchen eingeladen… zuletzt das Aquarium randvoll mit Wasser gefüllt (etwa 54l passen in ein Becken mit den Maßen, dass ist eher recht wenig, für Aquarienverhältnisse, aber doch… ne Menge Wasser und n ordentliches Gewicht), siegessicher einen Schritt zurück gemacht, um das Werk zu betrachten – und eben dieser Schritt machte den Unterschied zwischen wörtlich oder nur metaphorisch platt, kam mir doch das Regal samt tierischem Inhalt in bedrohlichem Tempo entgegengekippt.

o____O‘

War knapp, hat aber gereicht. Wir haben das Regal dann aufgefangen, mit ein paar übrigen Küchenschränken abgestützt (eingemauert, eher…) und heute war Mutters Ex da, und hat es an die Wand gedübel-bohrt.

Hält, wackelt kaum noch, sieht gut aus. Ich fühl mich gleich viel professioneller. ? Ich zeig euch das mal schnell:Regahal

Regahahal

Außerdem hat er mir eine Lampe an der Wand angebracht, davon gibt es allerdings kein Photo, auch wenn es sehr episch aussieht… Wer weiß, vielleicht habe ich rgendwann auch noch Vorhänge oder sogar Fußboden im Bad. Die Hoffnung stirbt zuletzt.