Künstl(er)i(s)her Hirntod

Weg vom reinen Konsumieren hin zum selbst machen.

Kann nicht gut tippen gerade, meine Finger tun weh. Genauer gesagt die Fingerkuppen des linken Zeige-, Mittel- und Ringfinger – genau, ich hab gestern Abend die Gitarre rausgeholt und bisschen Akkorde geübt. ‚Bisschen‘ being the operative word, E- und A-Dur nur.

Heute nochmal das gleiche von vorn, außerdem hab ich wieder rausgefiselt, was ich früher schon mal konnte – Alle meine Entchen und Bruder Jakob kann ich jetzt also auch wieder.

Nachdem die Finger dann schon mal weh taten und ich etwas frustriert war ob des doch recht poppeligen Ergebnisses (jaja, ich weiß – Zeit, Übung, Geduld, blablabla…) hab ich mich spontan noch ans Klavier gesetzt, das kann ich zumindest etwas besser. Again, ‚etwas‘ being the operative word. Rains of Castamere und Scarborough fair klappen einigermaßen, zumindest gut genug, um damit bisschen zu üben. Außerdem Fingerübungen, glaub die brauch ich eigentlich am dringensten und schaden vermutlich auch für die Gitarre nicht wirklich, auch wenn die Fingerhaltung eine etwas andere ist.

Jetzt setz ich mich noch etwas an dieses epische Sudoku-Brettspiel, welches mein Vater mir letztens mitgebracht hat… und dann les ich noch n bisschen Joyce.

Bela möchte auch noch gerne eine Runde raus. Für einen Mimimi-Tag ist das gar kein so wahnsinnig schlechtes Resume, glaub ich…

Krüppel

Ihr mit den gefesselten Händen,
macht euch die Ketten zu stählernen Muskeln,
schleudert die Zwänge wie Peitschen um euch,
umarmt sie mit eurer Liebe aus Stahl.

Ihr mit den geprügelten Schultern,
seid selbst der Stock, die Schläge, das Joch,
geht aufrecht als würde der Himmel euch tragen,
brecht wen ihr könnt mit eurem Stolz.

Ihr mit den ausgestochenen Augen,
nehmt euch den schärfsten Splitter des Spiegels,
setz euch ein Prisma aus Glas in die Höhlen,
spießt sie mit Spiegelblicken auf.

Ihr mit den gebrochenen Herzen,
sucht und findet euch, tut euch zusammen,
gebt euer Herzen in blutende Hände,
nehmt euch ein Fremdes, und haltet es fest.

Ihr mit den geschundenen Seelen,
tragt euren Schmerz ganz dicht unter der Haut,
nutzt ihn zu fühlen, nutzt ihn zu lieben,
heilt wen ihr könnt, denn sie spüren es auch.